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Handout zum Klassenrat

Handout zum Klassenrat

 

Definition (nach Dreikurs): … wird „Der Klassenrat als ein Instrument der Erziehung zur Demokratie, zur Selbst- und Mitbestimmung der Kinder“ begriffen.

 

Ziele:  

  • Demokratisches Forum bilden (Heranwachsen einer demokratischen Lerngruppe)
  • Gleichberechtigung der SchülerInnen
  • Förderung und Erweiterung von Kommunikationsfähigkeiten
  • Eigenverantwortung
  • Selbstständigkeit
  • Einfühlungsvermögen
  • Hilfsbereitschaft
  • Moderationskompetenzen
  • Lösungsstrategien finden und entwickeln

Der Klassenrat bietet den Kindern ein Forum, eigene, für die Lebenswelt der Schüler/innen, wichtige Themen zu besprechen und Lösungsstrategien zu entwickeln.

Arbeitsmittel, Methoden und Techniken (nach Hagstedt, Herbert[i]):

  • Delegation der Verantwortung

(Vergabe folgender Ämter im Klassenrat: Klassenratsleitung, Protokollant/in, Protokollvorleser/in, Beobachter/in, Zeitwächter/in, Listenvorleser/in)

  • Konstitution der Kinderthemen

(Sammlung der Themen über den Zeitraum einer Woche mit Hilfe von Listen)

  • Bilanzierung der Aktivitäten

(Überprüfung der Ergebnisse und Aufgaben)

Inhalte

Der Klassenrat ist als demokratisches Gremium innerhalb der Schule zu verstehen, in dem die SchülerInnen die Möglichkeit haben Themen zu besprechen, die sich mit ihrem Schulleben auseinandersetzen. Der Klassenrat soll SchülerInnen vor allem die Möglichkeit geben, an der Gestaltung des Schullebens mitzuwirken und idealerweise auch Einfluss zu nehmen.

Neben den schuldemokratischen Themen können die Schüler/innen aber auch klasseninterne Themen besprechen, die für alle oder zumindest den Großteil der Klasse relevant sind. Hierzu können in Einzelfällen auch Streitigkeiten zwischen verschiedenen Schüler/innen zählen, wenn sie bspw. das Klassenklima insgesamt negativ beeinflussen bzw. wenn zur Lösung des Konflikts Hilfe von der gesamten Klasse benötigt wird.

 

 

 

Durchführung:

Zunächst wird der Klassenrat durch eine/n Schulsozialpädagogen/-in oder eine Lehrperson geleitet.

Ist die Methode „Klassenrat“ gut etabliert, soll die Rolle der Klassenratsleitung zunehmend durch Schüler/innen der Klasse übernommen werden.

Der immer gleiche Ablauf des Klassenrats sorgt für Wiedererkennung und Struktur, so dass die Schüler/innen schnell in Ihre Rollen finden und diese selbstständig ausführen können.

  • Stuhlkreis stellen
  • Ämter (Klassenratsleitung, Protokollant/in, Protokollvorleser/in, Beobachter/in, Zeitwächter/in, Listenvorleser/in) verteilen (möglichst über einen längeren Zeitraum, etwa 2-4Wochen, damit die Kinder sich auch in ihren Ämtern beweisen können)
  • Der/die Klassenratsleiter/in eröffnet den Klassenrat (Begrüßung)
  • Das Protokoll der letzten Sitzung wird vorgelesen und bilanziert
  • Die „Ich lobe“ Liste wird vorgelesen (gibt es keine Kommentare auf dieser Liste, sollte man nachfragen, ob es denn nichts Gutes in der Klasse gebe und evt. selbst Impulse geben)
  • Die „Ich kritisiere“ Liste wird vorgelesen und wichtige Themen können diskutiert werden (Es beginnt der-/diejenige, der/die den Kritikpunkt genannt hat, anschließend darf sich der/die Kritisierte äußern; danach können Kinder, die sich gemeldet haben, drangenommen werden)
  • Ziel- und Lösungsorientierung beachten (den/die Klassenratsleiter/in ggf. unterstützen; Rolle des „Beobachters“ )
  • Die „Ich schlage vor“ Liste verlesen
  • Abschlussritual durchführen (dieses kann mit der Klasse abgesprochen und bestimmt werden)

Die Rolle der begleitenden Lehrkräfte:

  • Teilnehmende, keine leitende Rolle (abwarten, bis der/die KlassenratsleiterIn das Wort erteilt;  eigene Lösungsideen in den Hintergrund stellen [Förderung der selbstständigen Lösungsentwicklung der Schüler/innen], eigene Themen in den Hintergrund stellen [der Klassenrat ist ein Forum für die Themen der Schüler/innen])
  • Lösungsorientierte Hilfestellung geben (wenn nötig)

 

Wie kann der Klassenrat gefüllt werden, wenn keine Themen von den SchülerInnen benannt werden?

  • Eigene Themen/Beobachtungen benennen
  • „Positive- Runden“ vorschlagen und moderieren

(mögliche Methoden: „Warme Dusche“ o.ä.)

  • Reflexionsrunden zur Klassenatmosphäre (z.B. „Highlight und Stolperstein“)
  • Erzählrunden anbieten
  • Sozialziel des Monats (bilanzieren oder neu erarbeiten)
  • Ergebnisse des Schülerrates vorstellen lassen und diskutieren


[i]  Vgl.: Hagstedt, Herbert  „Die Versammlung“ in der Freinet- Pädagogik.“ In: Becker, G. Heisterberg, W. Tymister, H.J., Werning, R.: Disziplin. Sinn schaffen - Rahmen geben - Konflikte bearbeiten. Friedrich Verlag Jahresheft 2002, S.103

 
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